NIS 2 Roadmap

Die Umsetzung der NIS2-Richtlinie stellt derzeit viele Organisationen vor erhebliche Herausforderungen. Die europäische Regulierung verpflichtet Unternehmen, ihre Cybersicherheitsmaßnahmen deutlich umfassender, strukturierter und risikoorientierter auszurichten. Eine wichtige Orientierung bietet dabei die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik veröffentlichte NIS2-Roadmap. Diese beschreibt sechs zentrale Phasen, die betroffene Unternehmen Schritt für Schritt durch die Umsetzung führen – von der grundlegenden Analyse bis zur kontinuierlichen Verbesserung. Die Roadmap soll Organisationen dazu befähigen, Verantwortlichkeiten klar festzulegen, Maßnahmen zu priorisieren und die Anforderungen in den laufenden Betrieb zu integrieren.

Die sechs Phasen bilden ein systematisches Modell. In Phase 1 geht es um die grundlegende Analyse und Klärung. Dazu gehört, ob das Unternehmen unter die NIS2-Richtlinie fällt, welche Zuständigkeiten gelten und wie die regulatorischen Anforderungen grundsätzlich zu interpretieren sind. Phase 2 widmet sich der internen Organisation und den Verantwortlichkeiten. Hier wird festgelegt, wer im Unternehmen für die Umsetzung zuständig ist und wie Cybersicherheitsaufgaben strukturell verankert werden. In Phase 3 wird der Ist-Zustand ermittelt, also das bestehende Sicherheitsniveau, ergänzt um eine fundierte Risikobewertung. Phase 4 umfasst die Sicherstellung der notwendigen Ressourcen und die Vorbereitung der eigentlichen Umsetzung. Phase 5 beinhaltet schließlich die Implementierung der zentralen Maßnahmen, während Phase 6 auf Konsolidierung und kontinuierliche Verbesserung abzielt. Dieser letzte Schritt ist wichtig, da Cybersicherheit keine einmalige Maßnahme, sondern ein laufender Prozess ist, der stetige Anpassungen erfordert.

Der wachsende Orientierungsbedarf vieler Unternehmen ergibt sich nicht zuletzt aus dem regulatorischen Umfeld. Mit der Umsetzung der NIS2-Richtlinie in deutsches Recht durch das NIS2-Umsetzungsgesetz und die Neufassung des BSI-Gesetzes steigt die Zahl der regulierten Unternehmen erheblich. Viele Verpflichtungen gelten ohne Übergangsfristen, sodass die Umsetzung der Anforderungen unmittelbar erforderlich wird. Zudem wird Cybersicherheit ausdrücklich als Führungsaufgabe definiert, die Verantwortung der Geschäftsleitung wird klar hervorgehoben. Unternehmen müssen daher nicht nur technische Maßnahmen einführen, sondern ihre gesamte Sicherheitsorganisation auf ein neues, rechtssicheres Fundament stellen.

Die NIS2-Richtlinie selbst ist europaweit einheitlich anzuwenden und definiert hohe Anforderungen für 18 kritische Sektoren. Eine Besonderheit der Richtlinie besteht darin, dass nicht nur große Organisationen betroffen sind, sondern auch kleinere Unternehmen, sofern diese für das Funktionieren einer wesentlichen Dienstleistung eines Mitgliedstaates eine kritische Rolle spielen. Die Richtlinie verschärft die bisherigen Anforderungen erheblich: Sie verlangt strengere Sicherheitsmaßnahmen, zusätzliche Meldepflichten, eine stärkere Überwachung sowie eine verbesserte Sicherheit in der Lieferkette. Die erhöhte Verbindlichkeit der Anforderungen und die EU-weit harmonisierten Sanktionen unterstreichen den Stellenwert der Richtlinie.

Für die praktische Umsetzung stellt die Europäische Agentur für Cybersicherheit ergänzende technische Empfehlungen bereit, die Unternehmen unterstützen sollen. Ihre technischen Leitfäden geben Hinweise zur Umsetzung der regulatorischen Anforderungen in unterschiedlichen Sektoren und liefern Beispiele, wie Nachweise geführt und Maßnahmen dokumentiert werden können. Dies erleichtert insbesondere Organisationen mit komplexen Infrastrukturen den Einstieg in die Umsetzung.

Ein weiterer praktischer Ansatzpunkt ergibt sich aus der Möglichkeit, NIS2-Anforderungen mit etablierten Sicherheitsstandards wie ISO 27001 oder branchenspezifischen Standards zu verbinden. Verschiedene Fachquellen zeigen, dass es umfangreiche Überschneidungen zwischen den Anforderungen der NIS2-Richtlinie und gängigen Informationssicherheitsmanagementsystemen gibt. Organisationen, die bereits ein ISMS nach ISO 27001 betreiben oder sich an TISAX orientieren, verfügen daher über wertvolle Grundlagen. Die neuen Anforderungen gehen jedoch in vielen Bereichen weiter und verlangen spezifischere Nachweise oder zusätzliche Maßnahmen, beispielsweise im Bereich der Lieferkettensicherheit, der Meldeprozesse oder der Verantwortlichkeit des Managements.

Genau an dieser Schnittstelle zwischen bestehendem Informationssicherheitsmanagement und neuen regulatorischen Anforderungen unterstützt die Syngenity® GmbH Unternehmen unterschiedlichster Größe und Branche. Die Syngenity® GmbH bietet an, den aktuellen Sicherheitsstatus eines Unternehmens entlang der BSI-NIS2-Roadmap zu bewerten. Dies umfasst die strukturierte Zuordnung des bestehenden Sicherheitsniveaus zu den sechs Phasen der Roadmap, die Identifikation vorhandener Lücken sowie die Erstellung eines priorisierten Maßnahmenplans. Ein solcher Plan ermöglicht es Unternehmen, sowohl gesetzliche Anforderungen fristgerecht zu erfüllen als auch Ressourcen effizient einzusetzen.

Darüber hinaus bietet die Syngenity® GmbH die Integration der NIS2-Anforderungen in bestehende Sicherheitsframeworks an. Viele Organisationen verfügen bereits über etablierte Strukturen, Prozesse und Richtlinien. Diese weiterzuentwickeln, anstatt vollständig neu anzusetzen, ist oft der wirtschaftlich sinnvollste und organisatorisch effizienteste Weg. Die Syngenity® GmbH unterstützt dabei, bestehende ISMS-Strukturen entsprechend zu erweitern, Verantwortlichkeiten zu aktualisieren, zusätzliche Prozessanforderungen abzubilden und technische Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik zu implementieren.

Neben der Analyse und Planung begleitet die Syngenity® GmbH Unternehmen auch in der praktischen Umsetzung. Dies umfasst unter anderem die Einführung technischer Sicherheitsmaßnahmen, die Erstellung oder Überarbeitung von Richtlinien, die Implementierung von Governance-Strukturen, die Durchführung von Risikoanalysen sowie die Etablierung von Melde- und Reaktionsprozessen. Dabei profitieren Kunden von der Erfahrung der Berater in unterschiedlichen Branchen, einschließlich regulierter Bereiche, in denen Cybersicherheit und Compliance besonders hohe Anforderungen erfüllen müssen.

Die sechs Phasen der BSI-Roadmap bieten dabei ein bewährtes Strukturmodell. Sie helfen Unternehmen, typische Herausforderungen strukturiert anzugehen, sei es die erstmalige Einordnung der eigenen Betroffenheit, die Priorisierung von Maßnahmen oder die Etablierung eines nachhaltigen Verbesserungsprozesses. In einem Umfeld zunehmender regulatorischer Anforderungen und wachsender Cyberbedrohungen stellt ein systematischer Ansatz für die Cybersicherheit einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar. Unternehmen, die frühzeitig beginnen, ihre NIS2-Compliance zu planen und umzusetzen, reduzieren nicht nur das Risiko möglicher Sanktionen, sondern erhöhen auch ihre operative Resilienz.

Für Organisationen, die verstehen möchten, wie NIS2 ihre Strukturen und Prozesse verändert und wie sie die Anforderungen effizient erfüllen können, bietet ein unverbindlicher NIS2-Check der Syngenity® GmbH einen geeigneten Einstieg. Dieser liefert einen klaren Überblick über den aktuellen Status, den Handlungsbedarf sowie mögliche Ansätze zur Einbettung der NIS2-Anforderungen in das eigene Sicherheitsmanagement. Die Syngenity® GmbH unterstützt dabei, Cybersicherheit nicht nur als Pflicht, sondern als strategischen Erfolgsfaktor zu etablieren.

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