Regulatorische Anforderungen nehmen zu, während viele Organisationen gleichzeitig mit begrenzten Ressourcen arbeiten. Richtlinien müssen geprüft, Nachweise strukturiert und Risiken nachvollziehbar bewertet werden. Genau hier können künstliche Intelligenz und fachliche Expertise gemeinsam einen echten Mehrwert schaffen. Mit Solviqom entsteht eine Verbindung aus technologischer Innovation und praktischer Erfahrung in den Bereichen Audit, Datenschutz, Compliance und Informationssicherheit.
Für die Syngenity® GmbH ist diese Entwicklung ein konsequenter nächster Schritt. Gemeinsam mit dem Team hinter AiAuditBuddy wurde Solviqom gegründet, um intelligente Lösungen für komplexe Anforderungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei KI-gestützte Compliance, digitale Auditprozesse und das Prinzip Human in the Loop.
AiAuditBuddy bildete den Ausgangspunkt für diese Entwicklung. Die Anwendung wurde konzipiert, um Unternehmen und Beratende bei der Bearbeitung umfangreicher Anforderungskataloge zu unterstützen. Sie hilft dabei, Dokumente und Nachweise strukturiert zuzuordnen, mögliche Lücken zu identifizieren und die Vorbereitung auf Audits effizienter zu gestalten.
Mit der Gründung von Solviqom wird dieser Ansatz erweitert. AiAuditBuddy bleibt als Kernprodukt bestehen und wird innerhalb des neuen Unternehmens konsequent weiterentwickelt. Gleichzeitig schafft Solviqom die Grundlage für zusätzliche Anwendungen rund um Audits, Zertifizierungen, Risikomanagement und regulatorische Anforderungen.
Dabei geht es nicht darum, Fachwissen durch künstliche Intelligenz zu ersetzen. Vielmehr sollen repetitive Tätigkeiten reduziert und Informationen schneller nutzbar gemacht werden. Fachverantwortliche gewinnen dadurch mehr Zeit für Aufgaben, bei denen Erfahrung, Kontextverständnis und eine fundierte Bewertung unverzichtbar sind.
Compliance-Verantwortliche müssen heute eine Vielzahl gesetzlicher, vertraglicher und normativer Anforderungen berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise die ISO/IEC 27001, die NIS-2-Richtlinie, der EU AI Act, branchenspezifische Vorgaben sowie individuelle Kundenanforderungen.
In vielen Unternehmen werden diese Anforderungen noch manuell in Tabellen, Dokumenten und unterschiedlichen Systemen verwaltet. Dadurch entstehen Medienbrüche, doppelte Arbeit und Unsicherheiten hinsichtlich des aktuellen Bearbeitungsstands. KI-gestützte Compliance kann dabei helfen, Inhalte schneller zu strukturieren, Zusammenhänge sichtbar zu machen und potenzielle Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
Eine KI-Anwendung kann beispielsweise prüfen, ob ein eingereichter Nachweis grundsätzlich zu einer Anforderung passt oder ob wichtige Inhalte fehlen. Sie kann ähnliche Anforderungen aus verschiedenen Regelwerken miteinander vergleichen und dadurch redundante Arbeit reduzieren. Die abschließende Bewertung verbleibt jedoch bei den zuständigen Fachpersonen.
Bei der Vorbereitung eines Audits müssen Unternehmen häufig zahlreiche Richtlinien, Verfahrensanweisungen, Protokolle und weitere Nachweise zusammentragen. Auf den ersten Blick erscheint die Dokumentensammlung oft vollständig. Während der Prüfung zeigt sich jedoch nicht selten, dass Dokumente veraltet, falsch zugeordnet oder nicht eindeutig freigegeben sind.
Digitale Auditprozesse können diesen Ablauf transparenter gestalten. Anforderungen, Verantwortlichkeiten, Nachweise und Bearbeitungsstände lassen sich miteinander verknüpfen. Dadurch wird schneller erkennbar, welche Informationen bereits vorliegen und an welchen Stellen noch Handlungsbedarf besteht.
Ein praktischer Anwendungsfall ist die Vorbereitung auf eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001. Anstatt jede Anforderung wiederholt manuell mit unterschiedlichen Dokumenten abzugleichen, kann eine KI-gestützte Lösung eine erste Strukturierung vornehmen. Die verantwortliche Person prüft anschließend, ob der vorgeschlagene Nachweis tatsächlich geeignet, aktuell und für den festgelegten Geltungsbereich relevant ist.
Digitale Auditprozesse dürfen dabei nicht den Eindruck vermitteln, ein Algorithmus könne selbstständig über Konformität oder Nichtkonformität entscheiden. Eine Normanforderung kann je nach Organisation, Risikosituation und Geltungsbereich unterschiedlich umgesetzt werden. Die technische Unterstützung sollte daher vor allem Vorarbeiten erleichtern. Die fachliche Bewertung bleibt weiterhin Aufgabe qualifizierter Personen.
Auch in der Informationssicherheit gibt es selten eine universelle Maßnahme, die für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet ist. Ein kleines Beratungsunternehmen hat andere Risiken, Prozesse und technische Rahmenbedingungen als ein internationaler Produktionsbetrieb.
Künstliche Intelligenz kann Hinweise geben, Anforderungen vergleichen und mögliche Risiken sichtbar machen. Ob eine Maßnahme angemessen ist, lässt sich jedoch nur unter Berücksichtigung des jeweiligen Unternehmenskontexts beurteilen. Dabei spielen unter anderem die Kritikalität der Informationen, bestehende Abhängigkeiten, verfügbare Ressourcen und gesetzliche Verpflichtungen eine Rolle.
Syngenity bringt Erfahrung aus der Einführung und Weiterentwicklung von Managementsystemen, aus Auditvorbereitungen sowie aus Projekten in den Bereichen Datenschutz, Compliance und Informationssicherheit ein. Diese Praxiserfahrung fließt in die Entwicklung der Lösungen von Solviqom ein. So soll vermieden werden, dass Anwendungen ausschließlich aus technischer Perspektive entstehen. Sie müssen auch die tatsächlichen Abläufe und Herausforderungen der Menschen berücksichtigen, die später mit ihnen arbeiten.
Human in the Loop bedeutet, dass Menschen an entscheidenden Stellen in einem KI-gestützten Prozess eingebunden bleiben. Die KI analysiert, strukturiert oder erstellt Vorschläge. Die fachlich verantwortliche Person prüft die Ergebnisse und trifft die endgültige Entscheidung.
Dieses Prinzip ist besonders wichtig, wenn Ergebnisse Auswirkungen auf Zertifizierungen, regulatorische Pflichten oder die Risikobewertung eines Unternehmens haben. KI-Ausgaben können unvollständig, ungenau oder für den jeweiligen Kontext ungeeignet sein. Deshalb müssen sie nachvollziehbar geprüft und bei Bedarf korrigiert werden.
Human in the Loop unterstützt somit nicht nur die Qualität der Ergebnisse, sondern auch eine klare Verteilung von Verantwortlichkeiten. Unternehmen müssen nachvollziehen können, welche Vorschläge durch eine KI erzeugt wurden, wer diese geprüft hat und auf welcher Grundlage eine Entscheidung getroffen wurde. Für Solviqom ist Human in the Loop deshalb keine nachträgliche Kontrollmaßnahme, sondern ein grundlegender Bestandteil der Produktentwicklung.
Die Verbindung aus Technologie und fachlicher Expertise kann Organisationen in unterschiedlichen Situationen unterstützen. Ein Unternehmen, das erstmals ein Informationssicherheitsmanagementsystem einführt, kann Anforderungen strukturieren und vorhandene Dokumente übersichtlicher zuordnen. Eine bereits zertifizierte Organisation kann ihre Nachweise vor dem nächsten Audit überprüfen und mögliche Lücken früher erkennen.
Auch Beratungsunternehmen können digitale Auditprozesse nutzen, um wiederkehrende Aufgaben effizienter zu bearbeiten. Dadurch bleibt mehr Zeit für individuelle Beratung, Workshops und die Entwicklung geeigneter Maßnahmen.
KI-gestützte Compliance schafft vor allem dann einen Mehrwert, wenn die eingesetzte Technologie in klar geregelte Prozesse eingebettet wird. Dazu gehören definierte Rollen, geeignete Freigaben, eine nachvollziehbare Dokumentation und eine regelmäßige Qualitätskontrolle.
Mit Solviqom beginnt ein neues Kapitel, das auf den Erfahrungen mit AiAuditBuddy aufbaut. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die komplexe Anforderungen verständlicher machen und Unternehmen bei ihrer praktischen Umsetzung unterstützen.
KI-gestützte Compliance kann große Informationsmengen strukturieren und wiederkehrende Aufgaben vereinfachen. Digitale Auditprozesse erhöhen die Transparenz und ermöglichen eine gezieltere Vorbereitung. Fundierte Kenntnisse in der Informationssicherheit stellen sicher, dass die Ergebnisse zum jeweiligen Unternehmenskontext passen. Human in the Loop sorgt dafür, dass die fachliche Bewertung und Verantwortung beim Menschen bleiben.
Syngenity freut sich darauf, gemeinsam mit Solviqom praxisnahe Anwendungen für die Zukunft von Audits und Compliance zu entwickeln.






